Ursachen und Behandlung: Vitamin D-Mangel

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Zu viel Zeit im Haus und schlechte Ernährung haben in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem Anstieg des Vitamin-D-Mangels bei Menschen geführt. Aber was sind die Symptome eines Mangels und wie kann man ihn verhindern?

Die Untersuchung auf einen Mangel von Vitamin D ist Bestandteil eines Bluttests. Dieser sollte laut führenden Ärzten einmal jährlich durchgeführt werden. Doch die wenigsten Menschen unterziehen sich in diesem Intervall dieser Untersuchung. Dieser Artikel zeigt Ihnen auf, wie man die Anzeichen von Vitamin D-Mangel erkennt und eigenständig behandelt.

Wofür braucht der Körper Vitamin D?

Vitamin D ist hauptverantwortlich für die Unterstützung des Kalziumstoffwechsels. Es hilft dem Körper, Kalzium aus Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen, um die Erhaltung gesunder Knochenzellen zu unterstützen.

Desweiteren spielt Vitamin D eine große Rolle bei

  • der Gesundheit der Muskeln
  • der Stärkung des Immunsystems
  • der Unterstützung des Zellwachstums
  • der Reduzierung von Entzündungen
  • der Regulierung des Blutdrucks

Was verursacht Vitamin D-Mangel?

Vitamin-D-Mangel tritt auf, wenn eine Person entweder nicht genügend Vitamin D konsumiert oder wenn der Körper das zu sich genommene Vitamin D nicht durch den Stoffwechsel nutzen kann.

Medizinisch gesehen leidet ein Mensch dann unter Vitamin D-Mangel, wenn der Serum-Vitamin-D-Spiegel weniger als 20 Nanogramm/Milliliter (ng/ml) beträgt.

Die folgende Auflistung zeigt Faktoren auf, die einen Vitamin D-Mangel hervorrufen können:

  1. Zu wenig Sonnenlicht: Wenig oder gar keine Zeit im Freien zu verbringen, bedeutet eine eingeschränkte Aufnahme an Sonnenlicht. Somit ist der Zugang zu den ultravioletten B (UVB)-Strahlen der Sonne eingeschränkt. Die über die Haut aufgenommenen Sonnentstrahlen bewirken eine Vitamin D-Produktion im Körper.
  2. Übergewicht: Untersuchungen deuten darauf hin, dass Übergewicht mit einem niedrigeren Vitamin-D-Spiegel korreliert. Dies kann daran liegen, dass überschüssiges Körperfett die Aufnahme von Vitamin D beeinträchtigt.
  3. Alter: Die Fähigkeit, Vitamin D aufzunehmen, kann mit zunehmendem Alter abnehmen. Dies ist jedoch ein natürlicher Alterungsprozess
  4. Darmgesundheit: Darmbedingte Störungen, wie z.B. das Morbus Crohn, können die Fähigkeit des Darms zur Aufnahme von Vitamin D beeinträchtigen.
  5. Gesundheit von Nieren und Leber: Menschen mit Leber- oder Nierenerkrankungen neigen dazu, einen niedrigeren Vitamin-D-Spiegel zu haben.
  6. Schwangerschaft oder Stillen: Der Nährstoffbedarf eines Säuglings oder Fötus kann den Vitamin-D-Spiegel senken. Dies gilt insbesondere bei Frauen, die bereits einem Risiko von Vitamin-D-Mangel ausgesetzt sind.

Symptome von Vitamin D-Mangel

Ein Vitamin D-Mangel kann zu Erschöpfung und Stimmungsschwankungen führen. Viele Menschen bemerken jedoch den Mangel nicht direkt. Wenn sich der Effekt nur schleichend einstellt, wird die Erschöpfung oder Stimmungsänderung nicht unbedingt direkt wahrgenommen.

Es ist auch möglich, dass Menschen, die unter Vitamin D-Mangel leiden, gar keine Symptome bemerken. Sollte der Mangel in diesem Fall jedoch durch eine Untersuchung festgestellt werden, ist es trotzdem Ratsam, dagegen vorzugehen. Die Symptome können sich auch erst viele Jahre später bemerkbar machen.

Weitere Symptome sind vergleichbar mit den Symptomen einer Vielzahl von Krankheiten und können sich über die Zeit ändern. Folgend sind mögliche Symptome aufgelistet:

  • dünne oder spröde Knochen, Osteoporose oder häufige Knochenbrüche
  • Muskelschwäche, insbesondere bei einer unerklärlichen Veränderung der Muskelkraft.
  • Stimmungsschwankungen sowie Angst oder Depressionen.
  • chronische Schmerzen, da Vitamin D eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung der Gesundheit von Knochen, Muskeln und Zellen spielt.
  • hoher oder steigender Blutdruck
  • Erschöpfung, auch bei ausreichendem Schlaf
  • verminderte Ausdauer
  • unerklärliche Unfruchtbarkeit

Behandlung des Vitamin D-Mangels

Es gibt Meinungsverschiedenheiten über die richtige Menge an Vitamin D für eine gute Gesundheit. Die ideale Vitamin-D-Aufnahme hängt von verschiedenen Faktoren ab. So z.B. vom Alter, dem Aktivitätsniveau und der metabolischen Gesundheit. Daher ist es ratsam, mit einem Arzt über geeignete Menge bei der Vitamin-D-Aufnahme zu sprechen.

Um den Vitamin D-Spiegel zu erhöhen, eignen sich 3 verschiedene Maßnahmen:

  1. Das Einnehmen von Vitamin D-Tabletten: Diese sind ohne weiteres und ohne ein Rezept erhältlich. Ein Arzt kann jedoch auch eine Ergänzung oder ein Multivitaminpräparat verschreiben. Für die meisten Erwachsenen beträgt die empfohlene Tagesdosis 600 IE. Bei Erwachsenen über 70 Jahre sind 800 IE empfehlenswert. Für Kinder unter 12 Monaten sind es 400 IE.
  2. Aufnahme von Vitamin D durch Nahrung: Fettige Fische wie Thunfisch, Lachs und Makrele sowie Fischleberöle sind ausgezeichnete natürliche Quellen für Vitamin D. Rinderleber, Käse und Eigelb enthalten geringe Mengen an Vitamin D. Milch ist mit Vitamin D angereichert, ebenso wie viele Getreidesorten.
  3. Natürliches Sonnenlicht: Die Sonneneinstrahlung auf der Haut ermöglicht die Herstellung von Vitamin D im eigenen Körper. Verantwortlich dafür sind die UVB-Strahlen im Sonnenlicht, die auch für die Bräunung der Haut entscheidend sind.

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