Mundgeruch macht einsam – das Problem liegt meist auf der Zunge

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Beschämt dreht man sich weg. Ein entspanntes Gespräch ist kaum mehr möglich, so unangenehm ist den Betroffenen ihr Leiden. Schlechter Atem macht unsicher und kann tatsächlich zu sozialer Isolation führen. Und obwohl fast jeder dritte Europäer Mundgeruch hat, ist das Problem bis heute immer noch ein Tabuthema. Sorgen machen sich die Patienten aber trotzdem. Hört man doch immer wieder, das die Halitose (wie das Leiden von Fachleuten genannt wird) auf schwere Krankheiten hinweisen kann.

Die Betroffenen haben häufig Angst, dass ein Magenleiden für den schlechten Geruch verantwortlich sein könnte. Das ist allerdings nur selten der Fall. Zu 90 Prozent liegt die Wurzel des Übels tatsächlich im Mund. Zahnschäden, akute Zahnfleisch-entzündungen und Parodontose kommen als Verursacher in Frage. Solche Erkrankungen bieten geruchsbildenden Bakterien den optimalen Lebensraum. Der Zahnarzt ist der Ansprechpartner, denn die Zahnschäden müssen behandelt werden. Das ist der erste Schritt im Kampf gegen die Bakterien. Aber wo sammeln sich die kleinen Biester eigentlich am liebsten an? Auf der Zunge! Denn auf ihrer gefurchten Oberfläche haften abgestorbene Zellen und Essensreste gut.

Aber: Schlechtem Atem kann man vorbeugen – durch akribische Mundhygiene. Dazu gehört neben dem Putzen der Zähne mit Bürste und Zahnseide eben auch die Pflege der Zunge. Am besten mit einem Zungenreiniger. Diese Geräte sollten flach sein und eine Borsten- sowie eine Schaberseite haben. Das Bürstchen lockert die Beläge, mit dem Schaber trägt man sie am besten morgens und abends ab (gibt’s in Drogerien und Apotheken).

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