Patienten werden zukünftig bewertet! “Rate my Patient” macht es möglich

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Arzt steht alleine im Zimmer

In Amerika hat ein Arzt, der es leid war, von seinen Patienten teilweise zu unrecht schlecht im Netz bewertet zu werden, die App “Rate my Patient” auf den Markt gebracht. Die Rede ist hier von Dr. Thomson. Bei unangenehmen Patientenerfahrungen hat dieser zuvor mithilfe von Yelp Rezensionen über nicht konforme Patienten geschrieben.

“Heutzutage sind Patienten und Familien in der Lage, Ärzte und Behandlungsverfahren auf mehreren Websites zu überprüfen. Ich kann gegoogelt werden und jeder kann alle Kommentare über mich oder meine Praxis sehen, unabhängig davon, ob es wahr ist oder nicht, oder ob es sich sogar über eine unfaire Bewertung handelt. Warum können Ärzte nicht die gleichen Informationen über Patienten haben?” – Dr. Thomson.

Wie funktioniert “Rate my Patients”?

Die Nutzung der App erfordert eine DEA-Nummer, um sich für ein Konto zu registrieren. Hierbei handelt es sich um eine Nummer, die von der Amerikanischen Drug Enforcement Administration ausgestellt wird und zur Verschreibung von beispielsweise Betäubungsmitteln benötigt wird.

Des Weiteren ist Rate my Patient nur für niedergelassene Ärzte verfügbar. Die Patienten können ihre Rezensionen nicht sehen, während sich jeder Arzt einloggen und alles über ihre Patienten lesen kann.

“Es ist ein großartiges System. Ich überprüfe es ständig, um auf dem Laufenden zu bleiben, da ich ständig neue Empfehlungen von bestehenden Patienten erhalte. Wenn ich jetzt jemanden mit schlechten Bewertungen bemerke, sage ich ihm, dass ich bis zum nächsten Jahr keine Termine habe! – Dr. Michael Demsi.

Gut oder schlecht für Patienten?

Hört sich erstmal hart an, wenn man davon ausgeht, dass man selber betroffen sein könnte. Die Frage ob dies Zielführend ist, bleibt dabei offen. Immerhin geht man als Patient normalerweise davon aus, das man mit seinen Beschwerden im Mittelpunkt steht. Diese Einstellung muss man wahrscheinlich überdenken, wenn man die folgende Rezension aus der App liest:

Patient 1 – 3/5 Sternen. “Nicht schlecht, nicht toll, nur irgendwie meh. Ich würde meinen Zeitplan für ihn nicht ändern.

Dass diese App aber durchaus ihre Berechtigung hat, zeigen diese Beispiele:

Patient 3 – 1/5 Sternen. “Klar drogensüchtig, absoluter Alptraum in der Notaufnahme! Er behauptete, Brustschmerzen zu haben, damit er schneller beachtet wurde, und schrie dann die Krankenschwestern an, weil sie ihm kein Dilaudid gegeben hatten. Das hat mich ernsthaft dazu gebracht, meine Verpflichtung, nichts zu tun, zu überdenken.”

Patient 3 – 5/5 Sternen. “Die süßeste kleine alte Dame überhaupt. Sie hörte sich alle meine Anweisungen an und brachte sogar bei einem Folgetermin hausgemachte Schokokekse für das Büro mit. Ich wünschte, sie hätte mehr medizinische Probleme, damit ich sie öfter sehen könnte!”

Dr. Thomson sagt, dass die bisherigen Bewertungen seiner Patienten überraschend genau waren.

“Ich habe von mehreren Kollegen gehört, dass die Rezensionen spektakulär sind, detailliert sind und oft konkrete Zitate liefern. Wir bieten auch eine Sternbewertung für vielbeschäftigte Ärzte an, die nicht die Zeit haben, eine ausführliche Bewertung abzugeben. Das einzige Problem, das wir bisher erlebt haben, ist eine 5-Sterne-Bewertung einer Orthopädie für jemanden, der schöne Oberschenkelknochen hat.”

Quelle: gomerblog.com

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